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Mittwoch, November 23, 2011

Hätten wir gewonnen…

Hätten wir insgesamt vier Steine besser gesetzt als die Gegner und ein End mehr gewonnen und dann bloss noch einmal den Sieg nach Hause getragen, so hätten wir womöglich hinter den späteren Turniersiegern den zweiten Preis gewonnen; hättewürdetätemachte, Träumeträumen aber sachte!


Nun, so war es nicht, dafür anders:
Mattias „Schwitzkanone“ Zindel, Martina „Steinerin-des-Tages“ Bordin, Thomas „Hört-nix-wenn-er-wischt“ Bless, Sabine „Triffdenstein“ Walker und Daniel „Skip-weil-faul“ Galfetti rangierten am Ende in der ersten Hälfte der 18 Teilnehmenden; keine Mannschaft so blutige Anfänger wie sie. Das mal vorweggenommen!
Die erste Frage am Samstagmorgen fragte nach Sprungbein oder Haupthand, nach Snowboardstil oder Auffangbein. Man bekommt dann einen rutschgeeigneten Schuh, der andere gibt halt. Aber welcher Fuss will welchen? Es war ein Kreuz, alle wählten den falschen Schuh und doch beklagte sich niemand lange. Erste Geh- und Rutschversuche fanden ihren Höhepunkt im Stossen des ersten Steines. Da sollten wir nach dem korrekten Ausholen uns auf der rutschigen Sohle gen anderes Bahnende stossen, dabei einen 20 Kilo schweren Stein mitnehmen, diesen andrehen, ihm das richtige Tempo mitgeben, loslassen, dabei nicht umfallen und kennerblickend hinterherschauen. Und wer dabei die Stilnote nicht vergass, war ein Genie.
Das erste Spiel ging glatt 13:0 verloren. Da der Gegner aber sehr eiserfahren war und insgesamt 32 Steine stiess, waren wir also doch nicht so schlecht. Zur Wiederherstellung des Selbstwertgefühls gab es Bier vom Gegner, ein Brauch der auch andernorts viel Freude bereiten würde.
Im zweiten Spiel holten wir das erste Zweierend und fühlten uns gut dabei, Sackzement! Und doch gab es wieder Bier für uns, womit die Abendtränke geöffnet war. Stadteinwärts fanden wir ein edles Speiselokal, wo wir Wasser aus der Hand tranken und die Pommes-Frites nur mit Widerstand im Ketchup tünkeln durften. Später hätte uns die Bierhalle Freude bereiten sollen, tat sie aber nicht. Wir fanden unser Bierglück bei den Linken mit den Tischen mit den Zigilöchern und dem Kotzloch statt dem Lavabo auf der Männertoilette.
Gesegneter Schlaf brachte uns ein reichhaltiges Frühstück, damit kam Kraft ins Blut und der grosse Tag begann. Ein Sieg reihte sich an den andern, Handflächen klatschten gratulierend gegeneinander doch übermütig vergassen wir die Kehrseite des Siegens: das Bier für den Verlierer. So schnell drehte sich die Freude in Zweifel, ob es denn richtig war, die Gegner in Grund und Boden zu spielen. Nach längerem Hin und Her entschlossen wir uns, dass es so schon gut war und gewannen dann halt auch noch das letzte Spiel. Siegestaumelnd entschlossen wir uns zur Teilnahme an irgendeinem nächsten Curlingturnier. Der erste Verdacht, Curling sei eine treibenswerte Sportart sowie die schüchtern geäusserte Ansicht, es handle sich hierbei um die beste aller olympischen Sportarten, bewahrheiteten sich vollkommen.

Verfasser: Altasac

posted by El Presidente at 5:40 pm  

1 Kommentar »

  1. Ich finde, man könnte meinen Namen noch präzisieren..:) Martina „Stoss des Tages“ Bordin. Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, „Skip Altasac“!

    Kommentar by Stossprofi — November 23, 2011 @ 8:42 pm

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