VfL Bura Bura News

Donnerstag, Mai 9, 2013

Nachts alleine im Thurgau…

Am vergangenen Wochenende stieg endlich der erste Saisonanlass des VfL Bura Bura 00. Nachdem kurz zuvor die Teilnahme am Turnier in Seuzach infolge kurzfristiger Verletzungen gleich dreier Buritos hatte abgesagt werden müssen und zwei weitere dem Hockeysport zugeneigte Vereinsjünger sich mit Staatsgeheimnissen nach Korea abgesetzt hatten, waren die Erwartungen für das Nachtturnier eher gering. Doch es kam mal wieder etwas anders…

In der Nachspielzeit erhöhte nämlich Pedro Henrique… äh falsches Spiel. Beim VfL kam es zunächst sogar noch schlimmer als ursprünglich vermutet. Weil auf der Autobahn vor Winterthur irgendwelcher Krims sich mit etwelchem Krams traf, standen beim ersten Spiel zwar der talentierteste Hockeyspieler des Vereins, die Geheimwaffe des Teams und der Präsident bereit, aber leider keiner der Spieler, die von Süden oder Westen mit dem Auto anreisen wollten. Bei einem Turnier im Thurgau schliesst das ziemlich viel Schweiz aus… Zudem war unser Teamleader einer jener Spieler, die sich vor Seuzi verletzten, so dass dieser als Häuptling Weiches Knie nur fotografische, bierdegüstierende und andere Managementfunktionen ausüben konnte. Magic-M und El-P (ein veraltetes Modell aus der Musikbranche) entschieden sich wenig überraschend, dass der läuferische Aufwand eines Spiels zu zweit ohne Torwart ihre läuferischen Mängel eventuell aufdecken könnte, so dass man die Partie schliesslich 0-3 forfait verlor. Die Gegner erklärten sich aber freundlicherweise dazu bereit ein lockeres Friendly zu spielen und liehen uns dafür auch zwei Spieler. Kurz vor Ende der Partie erschienen dann auch unser Neuzugang Latour (ein älterer Herr aus dem berner Oberland) und Stiff (der kurz zuvor endlich erfahren hatte wie es ist ungefragt gebumst zu werden), überliessen aber das Feld den drei bisher anwesenden. Häuptling Weiches Knie und Magic-M schafften es dann tatsächlich im Töggelen einen 6-5 Sieg einzufahren gegen einen Gegner, der sich später als Vize-EM in dieser Diszipilin entpuppen sollte – oops. Das Nageln ging mal wieder verloren, aber zwei Punkte aus einer Forfaitniederlage mitzunehmen,  muss man erst einmal schaffen…

In der folgenden Pause wurde mit Verblüffung festgestellt, dass Latour sowohl zu einem Fussballturnier angereist war, wie auch Gudrun von Kunigunde und Molly nicht zu unterscheiden wusste. Für diese Unfähigkeit wurde ihm gleich das El Presidente Shirt ehrenhalber überlassen – ein echter Burito, dieser Neue, wenn auch noch mit verblüffend geringem Speckgürtel. Häuptling Weiches Knie machte seiner neugefundenen Management- und Materialwartsfunktion alle Ehre und baute noch etwas zusätzliche Spannung ein, indem er einen Torwart für unser Team organisierte. Dieser erschien zum Entsetzen von Stiff aber erst während der nächsten Partie, so dass dieser sich seinem zuvor leichtfertig geäusserten Versprechen fügen musste und ins Tor knien durfte. Immerhin konnte ihm der Manager noch einen Helm organisieren, den er beim ersten Abschlussversuch des Gegners auch gleich nutzte. Das Spiel nahm nach dieser überraschend geglückten Aktion eine noch erstaunlichere Wendung, denn Magic-M und Latour ergänzten sich defensiv hervorragend und liessen kaum Chancen zu und El-P spielte auf, als ob ihm mit dem Präsidentenshirt und der Manageraufgabe eine gehörige Last von den Schultern gefallen sei. Jedenfalls zappelten seine ersten vier Schüsse gleich im Netz, was die Partie entschied und von später ausgelassenen Chancen ablenkte. Das 4-1 wurde am Ende des Abends noch erstaunlicher, als der Gegner dieser Partie ganz oben in der Rangliste wiederzufinden war. Vielleicht lag es aber an ihren Fähigkeiten beim Töggeln, denn dort unterlagen die Buritos mit 6-4. Im Nageln gewannen sie hingegen nachdem die Zeit abgelaufen war und sie dem Gegner leicht voraus waren…

In der nächsten Pause war futtern angesagt. Zudem erschien mit Prinzenbräu, der südlichsten Hockeyspielerin Liechtensteins, eine weitere Verstärkung für die Buritos. Häuptling Weiches Knie, An-D und El-P wurden daraufhin von den übrigen Teammitgliedern verlassen, die sich noch tiefer in den Osten wagten, um einen Schlafplatz zu suchen. Dennoch schafften es die Drei keinen weiteren Unfug anzustellen, obwohl zumindest einer sich in dieser Phase scheinbar doch etwas näher an die Lokalprominenz herangewagt hatte. Das nächste Spiel ist leider schnell erzählt: Der Gegner war sowohl läuferisch und technisch stärker, wie auch besser eingespielt. Das 6-0 dürfte den beiden neuen Akteuren schnell klar gemacht haben, worauf sie sich mit dem VfL Bura Bura 00 eingelassen hatten. Es ist ihnen hoch anzurechnen, dass sie dennoch nicht zur Flucht antraten, zumal auch das Töggeln mit 3-8 unterirdisch ausfiel. Immerhin hatten die Buritos nun mit An-D einen HCD-trainierten Profinagler im Team, so dass doch noch ein Punkt aus dem Debakel gerettet werden konnte.

In der nächsten Pause wurde das gleichnamige von Prinzenbräu mitgebrachte Bier getestet. Zumindest wäre dies geschehen, wenn die Flaschen nicht ausschliesslich Schaum beinhaltet hätten, dieser schmeckte aber im Vergleich zu anderem Schaum aber gar nicht mal so schlecht. Die Motivation auf das kommende Spiel stieg, als beim Beobachten des Gegners in einem anderen Spiel einzelne eher unfaire Gegner auffielen. Den schlimmsten davon nahm El-P gleich in Manndeckung, was diesem so gut gefiel, dass er vor den Burito in die Knie ging. Leider war er aber daraufhin aber sichtlich übermotiviert seinen neuen Freund zu beeindrucken, so dass er unsere Dame in einer höchst unschönen Prinzenrolle über die Bande beförderte. Dies beflügelte die Buritos noch weiter, so dass am Ende ein 2-1 durch Tore von El-P und Stiff resultierte. Im Töggeln führte dieser Schub sogar zu einem 11-4 Sieg, so dass man beim Nageln gnädig auf den Sieg verzichten konnte.

Im folgenden Spiel stand dem VfL Bura Bura 00 wieder eine Equipe gegenüber, die in allen Belangen stärker war. Weil die Buritos sich aber – nach einer Managementsintervention des routinierten Häuptling Weiches Knie – taktisch bedeutend klüger verhielten, resultierte am Ende bloss ein 0-3. Weil im Töggeln ein 5-2 und im Nageln durch An-D wieder Siege resultierten, bedeutete dies sogar eine ausgeglichene Bilanz.Im letzten Spiel schliesslich war kollektives Schlafwandeln angesagt. Beide Parteien wirkten, als ob sie das Bett bedeutend mehr interessieren würde als das Spiel. Folglich war dieses auch enorm ausgeglichen und stand lange 1-1, wobei wieder El-P für den VfL traf. Es war klar, dass der nächste Treffer vorentscheidend sein würde. Leider fiel der für die Gegner, die am Schluss sogar noch ein drittes Tor bei einem Konter erzielen konnte. Auch das Töggelen ging mit 3-8 verloren, so dass nur noch das Nageln eine punktefreie Partie verhindern konnte. Wiederum An-D war zur Stelle und bewahrte das Team vor diesem Debakel.
Fazit: Der Präsident kann Verantwortung übernehmen, wenn es sonst wirklich kein anderer tun kann. Der VfL kann im Hockey auch ohne Häuptling Weiches Knie und John Motzen gewinnen. Erstgenannter hat eine Karriere als Buritotrainer vor sich. Im Berner Oberland dauert manche Einsicht etwas länger. Und schliesslich so mancher Schaumschläger hat blaues Blut.

posted by El Presidente at 11:35 am  

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