VfL Bura Bura News

Montag, Mai 30, 2016

Freud im Feld

Am vergangenen Samstag schrammte der VfL Bura Bura 00 an der Unihockeynacht in Frauenfeld knapp am Halbfinale vorbei. Das war umso erstaunlicher, als dass der Abend mit einer Kumulation von Slapstickeinlagen und einem ziemlich angepissten Torwart begann. Diese Inkonstanz passte aber irgendwie zur bunten Mischung innerhalb des Teams, dem wechselhaften Wetter und den aktuellen Kursen im Wechselbüro des Thon Ki Hot im südostkambodschanischen Pen Ni Vali…

Mit einem geradezu riesigen Kader von sieben Akteuren war der VfL Bura Bura 00 zum Turnier erschienen. Entgegen den üblichen verletzungs- und altersgeplagten Erscheinungen wuchs dieser später gar noch auf acht an. Das war gut fürs Läuferische, aber die Abstimmung fehlte in den ersten Partien dann doch etwas. In Spiel eins reichte es dank eines Doppelpacks des werten Bräutigams und einem völlig überarbeiteten Goalie, den wir heute liebevoll Trifon nennen wollen, zu einem 2-2. Für die Unterhaltung sorgten die übrigen Mitspieler: Bauchplättler wälzte vor einem der Gegentreffer in bester Andres Ambühl Manier Innebandy über den Haufen, Letzterer missinterpretierte den Namen des eingeforderten Sports und umarmte mal selbstständig die Bande und zu guter Letzt fiel ein namenloser Routinier ohne Gegner, alkoholischen Einfluss oder sonstigen Grund einfach mal über die eigenen Füsse, was ja schon peinlich genug wäre, aber der Herr versuchte im selben Spiel auch noch ohne Stock zu spielen. Er scheiterte. Und wie. Aber egal. Das 2-2 konnte irgendwie gerettet werden und Trifon und Innebandy starteten danach zu einer fantastischen Töggelserie. Im Nageln überraschte dagegen kaum etwas. Der Gegner obsiegte souverän: Fazit: 3-2 Punkte für Bura Bura.

Spiel 2 konnte trotz Chaos und fehlenden Treffern des Bräutigams mit 2-1 gewonnen werden. Der Namenlose und Innebandy sorgten mit ihren Treffern und dank grosszügiger Hilfe Trifons für den Sieg. Im Töggelen ging der Erfolg weiter, genauso wie der Misserfolg im Nageln. Ansonsten bleibt nur ein Kommentar: 5-1 Punkte für Bura Bura. Total also bereits 8 Zähler im Burito.

Spiel 3 war dann die Einzige Partie mit etwas Gehässigkeit. Der Bräutigam verbuchte trotz Dauergefoule an seiner Person zwei Tore, Da Local rächte ihn und Trifon mimte im Tor den Tanzbären. Diese Ablenkungsmanöver reichten aber doch nur zu einem 2-2. Ach ja, Blubb – ja, der Name ward ihm versprochen, also sorry für die fehlene Neutaufe… – kopierte Bauchplättler aus Spiel 1. Letzterer rächte sich für diese billige Kopie, indem er Blubb und Da Local beim Nageln den Hammer auf die Füsse warf. Unschön, aber doch irgendwie lustig und natürlich völlig ohne Absicht. Der Slapstick lebte also weiter. Dennoch war das bislang klar die beste Hockeyleistung. Mit einem weiteren Sieg im Töggeln, konnte erneut mit 3-2 Punkten Bilanz gezogen werden, womit nun 11 Punkte nach drei Spielen und – haltet euch fest – Rang 1 im Zwischenklassement für Bura Bura notiert werden [beliebiges Modalverb einfügen].

Spiel 4 war gegen den bisherigen Letzten, der zuvor nur auf 2 Punkte gekommen war und im Hockey stets eher höher als knapper verloren hatte. Man kann sich denken wie der sportliche Teil ausging. Zwei präzise Schüsse des Gegners und ein langsam erblindender Bräutigam sorgten für ein 0-2. Der Lauf im Töggeln hielt aber an und im Nageln half die abnehmende Sehstärke dem Bräutigam scheinbar. So konnte doch noch ein 3-3 verbucht werden. Nach dem Spiel war die Gruppe dann so spannend wie ein Schneckenrennen im Tal des Todes, denn die ersten drei Teams hatten nun alle 14 Punkte und die viertplatzierten 12. Zudem spielten die vier Teams in der letzten Runde noch gegeneinander. Und wo war der VfL? Mitendrin und noch dabei. Huch!

Um diesen Schock zu verdauen und die elend lange Wartezeit (an dem Teil des Spielplans werden sie in Frauenfeld wohl nie arbeiten) von drei Stunden zu überbrücken, ging es auf eine Doppelrunde Pommes und einen tiefen Einblick ins Wesen der gemeinen Punker Pussy zu Da Local nachhause. Vielen Dank an ihn und seine überhaupt nicht punkige Freundin für die Gastfreundschaft! Während die halbnackten Katzen jagten und Blubb versuchte in eine gefrorenen Bier das Blub zu finden. Sagen wir es so: er ist keine Verona Feldbusch… Der Bräutigam hingegen vielleicht schon, denn dieser trank dem werten Blubb am Ende das Gefrierbier, das nicht zum Marschierbier wurde, am Ende noch weg… Aber genug vom Intermezzo, oder sollte ich noch mehr von der nackten Katze berichten? Nein, tue ich nicht, zumal Innebandy ihren wieder bepelzten Gemahlen einfach verjagt hatte. Tsts.

Zurück in die Unihokhalle. Dort spielte der VfL im abschliessenden Spitzenspiel ein Offensivspektakel, das völlig zu recht 0-0 endete. Trotz dieser Impotenz wurde Blub entjungfert, als er erstmals erfolgreich nageln lernte. Leider stach aber unsere bislang erfolgreichste Waffe, die Tischfussballer, nicht, so dass der VfL Bura Bura 00 sich mit einem 2-3 und insgesamt 16 Punkten knapp aus dem Turnier verabschiedete. Natürlich verpasste man dann ganz knapp den ersten Nachtzug, so dass Papa Molly sein Auto mit einer Stunde Verspätung überladen musste und Innebandy seine Berufung als Hund nach der Katzenjagd ein zweites Mal bestätigte. Das Motto war also: nach der guten Nacht, nun gute Nacht. Ist sie nicht schön, die holde Theorie. In der Praxis boten Kebabbuden bis Grilleinlagen den Buritos im Verlauf der frühen Morgenstunden dann doch noch ein paar weitere Ablenkungsmittel. Aber item.

Der Kater am Tag danach war jedenfalls noch nackter als die Katze von Da Local. Dennoch besten dank allen Buritos, Verstäckungspflöcken (TM) und dem nachmittäglichen Überraschungsgast. Hoffen wir auf ein baldiges Nächstes!

P.S. Thon Ki Hot lässt ausrichten, dass sein Schwager Ja Ni Nfant-Inho entgegen allen Gerüchten keineswegs zur Förderung seiner eigenen pekuniären Verhältnisse Wetten für diesen Anlass angenommen oder die hier besprochenen Spiele in irgendeiner Art und Weise beeinflusst oder gar manipuliert habe. Die Beweise, die gegen ihn, beim letzten Schneckenrennen World Cup in Down Town Ittoqqortoormiit vorgelegt worden seien, hätten sich allesamt als völlig haltlos erwiesen. Der dabei registrierte Zuwachs auf den Bankkonten der zuständigen Richter habe natürlich ebenso wenig mit seiner Person, wie seinem Fall etwas zu tun. Äh ja.

 

posted by El Presidente at 8:56 am  

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