VfL Bura Bura News

Samstag, April 8, 2017

Nomen est Omen

Der VfL Bura Bura 00 schnitt in diesem Jahr in Seuzach getreu seines Gründungsjahres mit einem Resultat ab, das so ziemlich jedem Schweizer Eurovisions Beitrag würdig wäre. Dies liegt vor allem daran, dass Unihok ohne Ersatzspieler alsbald etwas schwierig werden kann. Entsprechend geben wir den ausbleibenden Wechselfehlern Schuld an der letztlich dazu passenden Punktzahl. Um dieser einfachen Zählerei gerecht zu werden, wollen wir doch auch unsere Benamsung heute in Schale werfen…

Frühmorgens trafen sich fünf Buritos in Seuzach zum Unihokturnier. Leider waren nur vier spielbereit, da einer der Anwesenden auf Verlorenes Ei machte, nachdem er von seinem kuschelbedürftigen zehnmonatigen Sohn ausser Gefecht gesetzt worden war. Somit musste er sich den anwesenden Fans anschliessen, obwohl die angekündigten Fans nicht dabei waren… Dennoch das ältere Migros-Ei, ein Ladenhüter sondergleichen, hatte seine Familie mitgenommen, so dass immerhin drei Fans die vier verbliebenen Buritos (gibts das mit Ei?) unterstützen konnten. Zum Glück wurden dabei das Marken-Ei und das Roggenbrot mit Ei auf dem Feld durch das spontan eingesprungene jüngere Migros-Ei unterstützt, sonst hätte gleich forfait gegeben werden müssen. Schliesslich war das Freilandei am Abend zuvor überraschend von seinem Nest fern gepoltert wurde.

Item, so standen die vier tapferen Burito-Eier ohne Ersatzspieler den passend benamsten Harry Ballz gegenüber, welche immerhin über einen Ersatzmann verfügten. Bei diesem Frühstückseiertütsch kam ein einigermassen ausgeglichenes Spiel zustande, bei dem beide Equipen aber ein wenig zähgekocht wirkten. Schlussendlich fuhr Harry den Wagen mit 2-0 vor, weil das jüngere Migros-Ei nur den Pfosten traf und auch sonst die Chancenauswertung der Buritos keinen Eiermann aus seinem Laster gejagt hätte.

Nach einer äusserst kurzen Pause ging es dann gegen die Gösger Atompilze, womit ein anständiges Omelette auf dem Feld stand. Leider brachten diese Kontrahenten sogar zwei komplette Blocks, also 3 Ersatzspieler zusammen. Nach tapferer Gegenwehr der noch immer durchspielenden Oeufoeufs gelang den Gösgnern Mitte des Spiels ein vorentscheidender Doppelschlag. Diesem folgte etwas später gar das 3-0, so dass der späte Doppelschlag des Roggenbrots mit Ei leider nutzlos verpuffte. Hierzu muss angemerkt werdeen, dass jegliches eierbedingte Puffen für gewöhnlich unangenehm bleibt… Aber das war zu tolerieren, denn das letzte Tor war ein Qualitätstreffer, der vom Marken-Ei vorbereitet worden war, als dieses vermutlich zum ersten Mal überhaupt über die Mittellinie geeiert kam. Huch, dieser Überraschungseffekt!

Während der einzigen etwas zu lang geratenen Pause tauchte dann nicht nur das etwas zu lang gepolterte Freilandei ein, sondern auch noch ein gepökeltes Chirat-Ei mit Unterstützung auf. So fand man sich gegen das Open Air Unten Sie (Open Air Oon, Tennessey?) plötzlich mit fünf Fans und sechs aktiven Buritos wieder. Entsprechend folgte ein kampfbetontes Spiel, das durchaus Punkte für den VfL hätte zeitigen können, zumal der Gegner mit drei Ersatzleuten für einmal auch nur einen mehr aufbieten konnte, als die Buritos zu diesem Zeitpunkt. Doch leider wurde am Ende dann doch eher ein etwas zu zäh geschlagenes Eiweiss aus dem Spiel, denn insbesondere die Chancenauswertung des VfL war definitiv nicht das Gelbe vom Ei. So vermochte das sonst so Torfreudige Roggenbrot mit Ei das Tor nicht so recht aufs Korn zu nehmen, weshalb letzlich doch ein 0-1 resultierte.

Hierauf verliessen das Chirat-Ei, mitsamt Unterstützung, und das jüngere Migros-Ei, mitsamt des Anhangs des älteren Migros-Eis, das Turniergelände wieder, so dass das Verlorene Ei wieder von auswechselspielerlosen Zeiten schreiben muss. Bei der nächsten Partie wurde dann zwischen „Stärbe im Thurgau“ (Wusste gar nicht, dass Humpty Dumpty aus Frauenfeld ist… Aber der fällt ja auch nicht so schön, wie Neymar Jr…) und den Buritos ein bunt durcheinandergewirbeltes Rührei von 4-2 erspielt. Leider gehörten nur die beiden Tore des Roggenbrots mit Ei aber den Buritos. Die anderen vier Treffern, von denen eines vom selben Roggenbrot übrigens traumhaft vorbereitet worden war, gehörten aber den Kernobstbeilagen. Diesen muss aber eingestanden werden, dass zumindest ein Apfel aus ihrer Mitte durch besondere Fairness auffiel, als der Schiri ein Tor der Buritos eigentlich hätte für faul erklären müssen, weil er deren Vorteil bereits abgepfiffen hatte. In dieser unglücklichen Situation zeigte der besagte Opponent seinen Teamkollegen und dem Schiri, wo der bartfreie Bartli den Most holt und plädierte auf Anerkennung des Treffers. Indem er in den letzten Sekunden dem trödelnden Marken-Ei einen stehenden Ball abknüpfte, sorgte er übrigens auch noch dafür, dass der Schiri die Partie mit den denkwürdigen Worten „Hey, was lauft da!“ abpfiff! Die Tribüne dankt für die Unterhaltung. Ah ja, der Obstkorb war mit zwei Reservisten gestorben…

Die letzte Partie wurde unter dem Motto „Eier des Kolumbus“ ausgespielt, denn alle „aktiven“ Teilnehmer an dem Spiel fielen durch eine etwas statische Herangehensweise an das Spiel auf. Dies brachte auf der Tribüne Vergleiche mit Tischfussballspielen auf, was aber mit der fehlenden Ersatzbank des VfL doch einigermassen erklärt werden konnte. Beim Gegner mit seinen drei Ersatzspielern fiel dies indes schwieriger. So wurde beinahe der Narrativ dieses Texts am Ende doch noch aufs Übelste durchkreuzt, denn die Statik brachte den „Späckbüch“ zwar drei Tore, doch kamen auch die Buritos auf zwei Tore des Roggenbrots mit Ei und je einem Pfostenschuss durch das Freilandei und das Roggenbrot mit Ei. Erwähnenswert ist, dass das Markenei sich zu Beginn des Spiels als Lobbing-Lobbyist versuchte und alle Spieler langsam aber sicher vor sich hin litten, somit sei also das alte Diktum widerlegt: Zuviele Köche versalzen mitnichten das Ei! Wir brauchen beim nächsten Anlass mehr fitte Akteure, damit es dannzumal nicht wieder heisst VfL Bura Bura 0 Ersatzspieler 0 Punkte!

posted by El Presidente at 6:55 pm  

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