VfL Bura Bura News

Samstag, August 4, 2012

Neuer Fluchtweg gefunden!

Nachdem bereits die letzte Vereinswanderung die Buritos auf auf einem für sie ungewohnten Weg aus dem Glarnerland ins Weisstannental brachte, versuchten sie sich dieses Mal auf einer Route in die Innerschweiz. Erneut war das Präsidium durch MH und SB vertreten. TB wurde dieses Mal aber durch seinen Namensvetter TK ersetzt. Die drei Vereinswanderer trafen sich bereits um 8:00 Uhr in Ziegelbrücke und erreichten bequem per Bus das durchaus zu Fuss erreichbare Niederurnen. Dort mussten sie sich aber immerhin einem kleinen Fussmarsch stellen, der prima zum Aufwärmen taugte und sie zur Seilbahn brachte, die sie zu ihrem eigentlichen Startplatz auf dem Morgenholz führen sollte.

Die ersten paar Meter waren vom Aufwand her noch reichlich unspektakulär. Dafür kamen die wandernden Buritos in den Genuss einer imposanten Landschaft. Dumm nur, dass sie sich später dieser steilen Kulisse noch stellen mussten. Aber dazu mehr in Kürze…

Der Weg war nämlich von einigen beachtlichen Holzskulpturen umsäumt, wobei insbesondere die fliegende Raubvogelfigur nicht von schlechten Eltern war.

Doch auch die wildesten Kreaturen brachten die Wanderer nicht von ihrem Ziel ab, so dass sie bei Mettmen den steilen und teilweise doch eher rutschigen Starthang in Angriff nahmen, der gleich zu Beginn einen Grossteil der zurückzulegenden Höhenmeter als Willkommensgeschenk auf Lager hatte. Abgesehen von TKs stets zugedampfter Brille und drei klatschnassgeschwitzten T-Shirts wurden diese aber problemlos gemeistert, was von einem Reh anerkennend begutachtet wurde. So genehmigten sich die Drei auf dem Wänifurggel einen kühlen Schluck und genossen die Aussicht in verschiedene Richtungen. Auf die Kletterpartie zur Fahne auf dem Grat wurde verzichtet, aber aufgrund des eben erst vollzogenen Nationalfeiertags und der ersten erfolgreichen schweizer Olympioniken wurde ihr immerhin Beachtung geschenkt.

A propos Olympia: In einem kleinen Intermezzo gilt es drei wichtige Fragen zu beantworten, die neben bedeutend wichtigeren Themen auf dieser Tour heiss diskutiert wurden:

– Nomen est Omen? Oder wie kommt es, dass der chinesische Sieger im Trampolinwettbewerb ausgerechnet DONG DONG heisst?

– Warum ist Fussball olympisch? Sonst agiert auch nirgends die verbesserte Juniorenauswahl (ok, im Schwimmen villeicht, aber da sind die Juniorinnen einfach besser, als der Rest…) und benutzt so entlegene Spielorte….

– Ist es beim Schiessen wirklich sinnvoll in der Verlängerung von einem Sudden Death Shoot Out zu sprechen?

Item, es gibt auch sonst genug über die Spiele zu debattieren und die Wanderung ging ja beim Reden auch weiter. Jedenfalls entschloss sich MH kurz nach der kleinen Pause eine Abkürzung zu nehmen, was SB und TK dazu nötigte, ihre beim Olypiakucken gelernten Kenntnisse sofort in die Tat umzusetzen und die besten kunstturnerischen Leistungen auszupachen, um diverse Zäune mit der Eleganz eines kunstturnenden Elefanten zu umgehen. Der Wert der Abkürzung dürfte vor allem in der gewonnenen Erkenntnis des Organisators liegen, wieviel er denn einem Burito künftig zumuten kann. Schliesslich wurde dadurch kaum Zeit eingespart. Immerhin wurde das nächste Etappenziel der Stattboden erreicht, wo MH getrost den Kletterern zusehen konnte. Ein paar Meter weiter genehmigten sich die Drei ein Mittagessen und planten mit der Hilfe von sachkundigen einheimischen Informanten die nächsten Meter, die nämlich nicht mehr auf einem offiziellen Wanderweg zu bewältigen sein würden. Dies erwies sich als völlig unpoblematisch, so dass die drei Buritos durch Wald-, Weide- und Sumpfgebiete an der Scheidegg und der Alp Trepsen vorbeiziehen konnten. Weiterhin kamen sie in den Genuss verschiedenartigster wunderschöner Panoramen. Einzig die Frösche fühlten sich etwas gestört.

Als die drei Buritos an den Klettertürmen des Bockmattli vorbeizogen und keine Humanoiden an deren Fassade erkennen konnten, mussten sie einzelne schwierige ziemlich ausgespülte Passagen und Morastlöcher umschiffen. Immerhin hatten sie Glück, denn sie führten keinen leinenlosen Hund mit sich, weshalb sie von den unsichtbaren Schafen und dem ebenso unauffindbaren Sti(e)r nicht attackiert wurden. Nun denn, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, liebes Warnschild, aber übertreiben musst du trotzdem nicht…

Ein paar Meter weiter kam dann auch schon der Wägitalersee in das Blickfeld der Wanderer. Von der Schwarzenegghöchi muss man sich nämlich keine Uraltactionfilme ansehen oder gar politsche Tiraden anhören, sondern kann sich voll dem prächtigen Ausblick widmen. Bei Bedarf könnte man dies sogar bei einem Getränk auf der Alp Schwarzenegg tun, worauf die drei Buritos aber verzichteten und sich dem eher langweiligen Schlussabstieg widmeten. An ihrem Ziel, Innerthal, holten sie dies jedoch nach rund 4,5 Stündiger Wanderung bei gutem Blick auf die Seefischer nach, bevor sie dann mit Bus und Bahn via Siebnen heimfuhren.

Die Teilnehmer danken dem Organisator, dem Warnschild, den angeleinten Hunden, den Fröschen (auch denjenigen, die für das brauchbare Wetter verantwortlich waren), dem Skulpteur, den eineimischen Beratern und den zahlreichen freundlichen Rindviechern auf der Strecke. Wir freuen uns auf die nächstjährige Tour! Ob diese uns auch einen neuen Fluchtweg aus dem Glarnerland offenbaren wird? Und wohin? Üri?

 

posted by El Presidente at 6:13 pm  

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